Gedankenkarussell stoppen: 9 einfache Tipps wenn der Kopf nicht zur Ruhe kommt

Gedankenkarussell stoppen: 9 einfache Tipps wenn der Kopf nicht zur Ruhe kommt
Als Person mit Verantwortung hast du mal wieder tausend Bälle in der Luft – beruflich wie privat. Deine Gedanken kreisen in Dauerschleife: um das Gestern oder die Planung fürs (Über)morgen. Dein Kopf kommt nicht zur Ruhe und raubt dir manchmal sogar den Schlaf. Das Hier und Jetzt, die Aufmerksamkeit für dich und deine Liebsten, bleibt auf der Strecke.
Diese 9 Tipps können dir helfen, das Gedankenkreisen kurz zu stoppen und wieder klarer zu werden.
9 Tipps zum Stoppen des Gedankenkarussells:
1. Gedanken beobachten
Beobachte zunächst deine Gedanken: wie oft bist du in der Vergangenheit, wie oft in der Zukunft?
Nimm dir 10 Minuten Zeit. Überlege dir, welche Gedanken dich am heutigen Tag beschäftigt haben. Dann lege die Gedanken zur Vergangenheit gedanklich nach links, die der Zukunft nach rechts.
2. Natur mit allen Sinnen wahrnehmen
Geh kurz raus in die Natur - 10 Minuten reichen. Lass dein Handy aus und nimm deine Umgebung bewusst mit allen Sinnen wahr: Spüre die frische Luft beim Einatmen, beobachte die Vögel, lausche den Blättern oder rieche die Waldluft.
3. Boxatmuung
Mache für 2-5 Minuten eine Boxatmung. Schließe die Augen, zähle jeweils bis 4 und atme ein, halte die Luft an, atme aus und halte die Luft wieder an. Sei mit deiner ganzen Aufmerksamkeit bei deiner Atmung.
Höre eine geführte Meditation oder Traumreise. Eine kurze Einheit reicht. Auf YouTube, Spotify oder im Internet findest du eine große Auswahl. Ich kann dir diese Meditation empfehlen.
Hier kannst du deinen Gedanken-Ballast in einen plätschernden Bach abgeben.
5. Gedanken-Wolken kommen und ziehen weiter
Wenn Gedanken aufkommen, versuche sie nicht zu unterdrücken. Stell dir vor, sie sind wie eine Wolke, die auftaucht, kurz da ist und dann weiterzieht.
6. Auspowern beim Sport
Power dich beim Sport aus. So bekommt dein Körper ein Ventil – und dein Kopf wird leiser.
7. Erfrischung mit kaltem Wasser
Erfrische dich. Nimm kaltes Wasser oder Eiswürfel und kühle deine Hände und/oder Gesicht ab. Das holt dich schnell ins Hier und Jetzt.
8. Gedanken abladen
Wenn du unterwegs bist (zu Fuß, mit dem Rad, in den Öffis oder im Auto), lade deine Gedanken an markanten Punkten ab: z.B. beim Bäcker Thema 1, an der Tankstelle Thema 2, und so weiter. Sie dürfen dort gerne bleiben oder du sammelst sie ganz bewusst wieder ein, wenn es notwendig ist.
9. Gedanken von der Seele schreiben
Schnapp dir ein Notizbuch oder ein Blatt Papier und schreib dir deine Gedanken von der Seele. So, wie sie kommen - ohne Struktur, sondern einfach drauf los. Das befreit und lässt dich wieder klarer sehen.
Probiere aus, was zu dir passt oder dich neugierig macht. Nicht alles funktioniert für jeden gleich gut. Das ist völlig normal. Entscheidend ist, dass du 1-2 Methoden für dich findest und sie regelmäßig nutzt.
Drucke dir doch die Übersichtsgrafik aus. Dann lege sie dir an einen Platz, an dem sie dir besonders hilfreich sein kann.
Wenn das Gedankenkarussell dich nicht nur nervt, sondern dir spürbar Energie raubt und dir die Orientierung fehlt, kann ein 1:1 Coaching in der Natur ein guter nächster Schritt sein. Draußen wird der Kopf oft schneller klar und du kommst wieder in Bewegung. Hier findest du mehr Infos zu meinem Outdoor-Coaching. Oder buche dir ganz unverbindlich ein kostenloses Erstgespräch.
Raus aus dem Hamsterrad: Agieren statt reagieren in der nachhaltigen Transformation

Raus aus dem Hamsterrad: Agieren statt Reagieren in der nachhaltigen Transformation
Kennst du das? Du wachst morgens auf und bist sofort in deiner To-Do Liste. Das Frühstück verläuft im Autopilot, gedanklich bist du schon längst beim Job. Auf der Arbeit warten dann Meetings, operative Themen, Feuerlöschen, Konfliktklärungen und Entscheidungen. Nach Feierabend geht es direkt durchgetaktet weiter mit der Familienorganisation.
Am Ende des Tages bist du platt. Manchmal hilft dir Sport, oft fehlt dir aber die Kraft und es bleibt nur bei „Berieselung“. Und die Gedanken kreisen weiter.
Im Bett fragst du dich: Was habe ich heute eigentlich wirklich geschafft? Genau dieses Gefühl „immer im Einsatz, aber nie fertig“ ist das Hamsterrad.
Und ja: Du bist damit nicht allein. Auch ich kenne diesen Zustand nur zu gut. Für mich war klar: Es darf kein Dauerzustand werden und das wünsche ich mir auch für dich.
In diesem Artikel erfährst du: woher das Hamsterrad kommt, was es mit dir und deinem Umfeld macht und was du konkret tun kannst, um wieder das Steuer in die Hand zu nehmen und deinen Kopf frei zu bekommen.
Inhaltsverzeichnis
Das Hamsterrad erkennen: Ursachen und seine Folgen
Die aktuelle Arbeitswelt ist VUCA (volatil, unsicher, komplex und mehrdeutig). Ständiger Wandel macht Entscheidungen unsicher und Zusammenhänge sind schwer durchschaubar. In der nachhaltigen Transformation spürst du das besonders.
Regulatorik und Reporting sind umfangreich und in ständigem Wandel, Lieferketten sind instabil, Daten sind fragmentiert. Das erzeugt viele und auch ständig neue Arbeitspakete. Gibt es innerhalb der Organisation noch zu unterschiedliches Commitment, liegen umfangreiche Kommunikations- und Überzeugungsaufgaben an der Tagesordnung.
Das Ergebnis: Das operative Tagesgeschäft lässt zu wenig Zeit für Strategie, Konzepte und Führung.
Persönlicher Stress und Unzufriedenheit stellen sich ein
Bei dir selbst zeigt sich das als Druck, Arbeitsüberlastung, gefühltem Dauerkrisenmodus, Stress und letztendlich zu Unzufriedenheit. Verstärkt wird das möglicherweise durch hohe eigene Ansprüche: alles richtig machen wollen, für alle da sein, beruflich und privat. Und nicht selten steckt zusätzlich ein Zielkonflikt dahinter: Impact liefern und gleichzeitig harte Finanzkennzahlen erreichen.
Folglich hängst du auch in deiner Freizeit immer halb im Job. Das macht dich auf Dauer müde, erschöpft und unzufrieden. Nicht selten bist du schnell reizbar – vielleicht im Job aber vielleicht auch im Privatleben.

Du bist nicht allein: Was viele Menschen in Verantwortung gerade erleben
Wie Studien (z.B. Gallup 2025: State of the Global Workplace und pronova BKK Arbeiten 2023) zeigen, ist Stress und mentale Überlastung gerade bei Führungskräften sehr verbreitet. Laut Gallup fühlen sich bereits vier von fünf Führungskräften emotional erschöpft. Auch Rückenleiden und Schlafstörungen sind verbreitet – alles Risiken für einen Burnout.
Und neben den negativen Folgen für dich persönlich hat es auch Auswirkung auf die Qualität deiner Führung und entsprechend auf die Teamleistung: sinkendes Engagement und Leistung.
Auch ich kenne den Zustand des Hamsterrads sehr gut. Besonders erinnere ich mich daran: Ich habe ein Team neu übernommen, auf dem Thema war ich keine Expertin. Also per se viele Arbeitsstunden für das Einarbeiten, dann der eigene Anspruch, alles richtig machen zu wollen. Hinzu kamen private Herausforderungen. Ich hatte das Gefühl, weder meinen beruflichen Aufgaben, meinem Team noch meiner Familie gerecht zu werden. Ich war im ständigen Gedankenkarussell und erschöpft. Als einzige Chance sah ich, meinen Chef um eine Woche kurzfristige „Auszeit“ zu bitten. Diese Woche war goldwert: Ich hatte Zeit, meine privaten Herausforderungen zu regeln, meine Gedanken bei Spaziergängen in der Natur zu sortieren und gut überlegte nächste Schritte zu tun. Danach hatte ich viel mehr Klarheit und Energie.
Ich bin mir sicher, dass auch du aktiv werden möchtest und dein Hamsterrad mit all seinen Folgen verlassen möchtest. Wieder hin zu Klarheit, Zufriedenheit und Lebensfreude.
Selbstbestimmt arbeiten: So holst du dir die Steuerung zurück
„Ein Hamsterrad sieht von Innen aus wie eine Karriereleiter.“
unbekannter Verfasser
Der erste und wichtigste Schritt wirkt simpel und ist gleichzeitig der schwerste: wirklich anhalten und sich bewusst Zeit für einen Abstand zu nehmen. Wie der Hamster, der kurz aus dem Rad steigt. Von außen siehst du, was wirklich zählt und was nicht.
Danach gehe bewusst folgenden Schritte:
- Klären: Was bringt dich wirklich weiter, was raubt dir immer wieder Energie und was ist dir wirklich wichtig?
- Priorisieren:
- Was zählt diese Woche/Monat ⇒ gezielt Fokus-Arbeitsblöcke einplanen
- Was lässt du bewusst weg ⇒ auf die „Stop-Doing-Liste“ setzen
- Was organisierst du anders oder delegierst du ⇒ bspw. effiziente Meetingstrukturen, Kommunikationsregeln mit dem Team, Rollenklärungen definieren.
- Grenzen setzen: Wo sagst du zukünftig klar „NEIN“, damit Platz für das „JA“ ist?
- Loslassen: In welche Probleme steckst du viel Energie, aber mit wenig Erfolg? Vielleicht hilft dir dieses Video - ich liebe es!
- Pausen ernst nehmen: Bewusste Gedankenpausen in den Tag einbauen.
Diese Dinge klingen so logisch und banal? Ja, das tun sie! Und dennoch ist es nicht einfach.
Der Ausstieg gelingt nicht über Nacht, sondern über kleine, bewusste Schritte.
Schau gerne auch in diesen Blogartikel „Das lästige Gedankenkarussell stoppen:
9 einfache Tipps gegen dein Gedankenkreisen“. Vielleicht findest du dort ein paar hilfreiche Methoden für dich.
Gehe deine ersten Schritte und spüre, wie es ist, wieder zu steuern und mit klarem Kopf in den Feierabend zu gehen.
Brauchst du Unterstützung bei deinem nächsten Schritt?
Manchmal ist es leichter, das Hamsterrad von außen anzuhalten. Wenn es dir selbst im laufenden Betrieb schwerfällt, unterstütze ich dich gern. Im Coaching schaffen wir Klarheit, setzen Prioritäten und lösen hinderliche Muster.
Ruhe in der Natur: Kraft tanken durch Bewegung und bewusste Entspannung

Ruhe in der Natur: Kraft tanken durch Bewegung und bewusste Entspannung
Kennst du das? Du bist viel unterwegs, hast einen vollen Terminkalender und suchst einen Ort, an dem du nicht nur zur Ruhe kommen, sondern auch neue Energie tanken kannst? Für mich ist die Natur genau dieser Kraftort. Ob beim Wandern, Mountainbiken oder beim bewussten Innehalten, die Ruhe in der Natur hilft mir, Stress abzubauen, meine Resilienz zu stärken und wieder ganz bei mir anzukommen.
In diesem Artikel erfährst du, wie auch du die Natur für dich nutzen kannst.
Inhaltsverzeichnis
Meine Kindheit: Abenteuer und Freiheit draußen
Schon als Kind war ich am liebsten mit meinen Freunden draußen: Lager bauen, auf Bäume klettern, Staudämme errichten, Schlitten fahren oder auf zugefrorenen Tümpeln Schlittschuh laufen. Für mich war das Abenteuer und Freiheit. Auch die Bergurlaube mit meiner Familie haben mich geprägt: das stolze Gefühl, einen Gipfel erklommen zu haben, die Belohnung einer tollen Aussicht und natürlich die Freude über den Kaiserschmarrn auf der Hütte. Das sind Erinnerungen, die ich mit Freude in mir trage.
Jugendjahre: Andere Prioritäten, Natur bleibt
Sicher gab es auch Phasen, in denen andere Dinge wichtiger waren: Freunde, Handball, Feiern im Sommer am Strand. Doch die Natur hat mich nie ganz losgelassen.
Erwachsenenleben: Outdoor-Aktivitäten als Ausgleich
Als junge Erwachsene habe ich meine Liebe zur Natur und Berge neu entdeckt. So ist sind Aktivitäten draußen zu einem festen Bestandteil für mich und meine Familie geworden. Egal ob Urlaub oder Wochenenden: beim Mountainbiken komme ich so richtig in den Flow und kann komplett vom Alltag abschalten, den Moment genießen und trotz körperlicher Anstrengung, neue Kraft schöpfen. Bei gemeinsamen Wanderungen genieße ich die tiefen Gespräche, die sich oft ergeben. Diese Erlebnisse sind für mich idealer Ausgleich zum Alltags-Stress.
Neuer Horizont: Die Kraft der Stille
Lange Zeit war Natur für mich vor allen Dingen Bewegung und Auspowern. Aber gerade im letzten Jahr habe ich ganz neu erfahren, wie gut es mir tut, auch mal richtig zur Ruhe zu kommen: langsam gehen, Achtsamkeitsmeditationen, Innehalten. Für einen „Unruhegeist“ wie mich mit ständigem Gedankenkarussell war das anfangs ungewohnt – doch heute weiß ich, wie wertvoll diese Momente sind. Sie schaffen Raum für Reflexion, neue Perspektiven und nachhaltige Veränderungen.
Naturerfahrung im Coaching: spürbare Wirkung
Auch in meinen Coachings draußen erlebe ich immer wieder, dass Klient:innen direkt bei Betreten des Waldes ruhiger werden. Nach kurzen Entspannungsübungen zum Start wird der Kopf „leerer“ und neue Gedanken und Erkenntnisse bekommen Platz. Am Ende sagen viele, wie wertvoll die Erfahrung und die Kraft und Ruhe der Natur für sie waren.
Wissenschaftlich belegt: die positive Wirkung der Natur
Der Aufenthalt im Wald und in der Natur ist ein wirksamer Weg, um
- Stress abzubauen
- das Immunsystem zu stärken
- die Stimmung zu heben
- die Gesundheit ganzheitlich zu fördern
Bereits kurze Auszeiten im Grünen zeigen messbare Effekte – und das unabhängig vom Alter oder Gesundheitszustand. Das ist wissenschaftlich längst belegt. Eine Untersuchung der Universität Michigan zeigt: bereits 20 bis 30 Minuten in der Natur senken nachweislich den Cortisolspiegel. Auch das Buch „Biophilia-Effekt“ des Biologen Clemens Aray zeigt die positive Wirkung auf.
Mein Tipp: Probiere es selbst aus!
Teste, wie dir die Ruhe in der Natur hilft, Stress abzubauen und neue Kraft zu schöpfen:
- Statt Fernsehabend: 30 Min Spaziergang im Grünen
- Beim Gehen: die Natur bewusst wahrnehmen
- Achtsames Gehen: 4 Schritte einatmen, 6 Schritte ausatmen und den Fokus nur auf den Atem legen
- Stehen bleiben, Augen schließen und die Natur mit allen Sinnen wahrnehmen: den Naturgeräuschen lauschen, die Luftfeuchtigkeit und den Wind spüren und den Wald riechen
Ruhe in der Natur als Teil meines Coachings
Diese positiven Effekte integriere ich gezielt in meine Coachings. Das zur „Ruhe kommen“ ist wichtiger Bestandteil, um den Raum für Reflexion und neue Perspektiven öffnen zu können. Die Ruhe in der Natur schafft Raum für Reflexion, neue Perspektiven und nachhaltige Veränderungen. Hier kannst du mehr über meine Outdoor Coachings erfahren.



