
Raus aus dem Hamsterrad: Agieren statt Reagieren in der nachhaltigen Transformation
Kennst du das? Du wachst morgens auf und bist sofort in deiner To-Do Liste. Das Frühstück verläuft im Autopilot, gedanklich bist du schon längst beim Job. Auf der Arbeit warten dann Meetings, operative Themen, Feuerlöschen, Konfliktklärungen und Entscheidungen. Nach Feierabend geht es direkt durchgetaktet weiter mit der Familienorganisation.
Am Ende des Tages bist du platt. Manchmal hilft dir Sport, oft fehlt dir aber die Kraft und es bleibt nur bei „Berieselung“. Und die Gedanken kreisen weiter.
Im Bett fragst du dich: Was habe ich heute eigentlich wirklich geschafft? Genau dieses Gefühl „immer im Einsatz, aber nie fertig“ ist das Hamsterrad.
Und ja: Du bist damit nicht allein. Auch ich kenne diesen Zustand nur zu gut. Für mich war klar: Es darf kein Dauerzustand werden und das wünsche ich mir auch für dich.
In diesem Artikel erfährst du: woher das Hamsterrad kommt, was es mit dir und deinem Umfeld macht und was du konkret tun kannst, um wieder das Steuer in die Hand zu nehmen und deinen Kopf frei zu bekommen.
Inhaltsverzeichnis
Das Hamsterrad erkennen: Ursachen und seine Folgen
Die aktuelle Arbeitswelt ist VUCA (volatil, unsicher, komplex und mehrdeutig). Ständiger Wandel macht Entscheidungen unsicher und Zusammenhänge sind schwer durchschaubar. In der nachhaltigen Transformation spürst du das besonders.
Regulatorik und Reporting sind umfangreich und in ständigem Wandel, Lieferketten sind instabil, Daten sind fragmentiert. Das erzeugt viele und auch ständig neue Arbeitspakete. Gibt es innerhalb der Organisation noch zu unterschiedliches Commitment, liegen umfangreiche Kommunikations- und Überzeugungsaufgaben an der Tagesordnung.
Das Ergebnis: Das operative Tagesgeschäft lässt zu wenig Zeit für Strategie, Konzepte und Führung.
Persönlicher Stress und Unzufriedenheit stellen sich ein
Bei dir selbst zeigt sich das als Druck, Arbeitsüberlastung, gefühltem Dauerkrisenmodus, Stress und letztendlich zu Unzufriedenheit. Verstärkt wird das möglicherweise durch hohe eigene Ansprüche: alles richtig machen wollen, für alle da sein, beruflich und privat. Und nicht selten steckt zusätzlich ein Zielkonflikt dahinter: Impact liefern und gleichzeitig harte Finanzkennzahlen erreichen.
Folglich hängst du auch in deiner Freizeit immer halb im Job. Das macht dich auf Dauer müde, erschöpft und unzufrieden. Nicht selten bist du schnell reizbar – vielleicht im Job aber vielleicht auch im Privatleben.

Du bist nicht allein: Was viele Menschen in Verantwortung gerade erleben
Wie Studien (z.B. Gallup 2025: State of the Global Workplace und pronova BKK Arbeiten 2023) zeigen, ist Stress und mentale Überlastung gerade bei Führungskräften sehr verbreitet. Laut Gallup fühlen sich bereits vier von fünf Führungskräften emotional erschöpft. Auch Rückenleiden und Schlafstörungen sind verbreitet – alles Risiken für einen Burnout.
Und neben den negativen Folgen für dich persönlich hat es auch Auswirkung auf die Qualität deiner Führung und entsprechend auf die Teamleistung: sinkendes Engagement und Leistung.
Auch ich kenne den Zustand des Hamsterrads sehr gut. Besonders erinnere ich mich daran: Ich habe ein Team neu übernommen, auf dem Thema war ich keine Expertin. Also per se viele Arbeitsstunden für das Einarbeiten, dann der eigene Anspruch, alles richtig machen zu wollen. Hinzu kamen private Herausforderungen. Ich hatte das Gefühl, weder meinen beruflichen Aufgaben, meinem Team noch meiner Familie gerecht zu werden. Ich war im ständigen Gedankenkarussell und erschöpft. Als einzige Chance sah ich, meinen Chef um eine Woche kurzfristige „Auszeit“ zu bitten. Diese Woche war goldwert: Ich hatte Zeit, meine privaten Herausforderungen zu regeln, meine Gedanken bei Spaziergängen in der Natur zu sortieren und gut überlegte nächste Schritte zu tun. Danach hatte ich viel mehr Klarheit und Energie.
Ich bin mir sicher, dass auch du aktiv werden möchtest und dein Hamsterrad mit all seinen Folgen verlassen möchtest. Wieder hin zu Klarheit, Zufriedenheit und Lebensfreude.
Selbstbestimmt arbeiten: So holst du dir die Steuerung zurück
„Ein Hamsterrad sieht von Innen aus wie eine Karriereleiter.“
unbekannter Verfasser
Der erste und wichtigste Schritt wirkt simpel und ist gleichzeitig der schwerste: wirklich anhalten und sich bewusst Zeit für einen Abstand zu nehmen. Wie der Hamster, der kurz aus dem Rad steigt. Von außen siehst du, was wirklich zählt und was nicht.
Danach gehe bewusst folgenden Schritte:
- Klären: Was bringt dich wirklich weiter, was raubt dir immer wieder Energie und was ist dir wirklich wichtig?
- Priorisieren:
- Was zählt diese Woche/Monat ⇒ gezielt Fokus-Arbeitsblöcke einplanen
- Was lässt du bewusst weg ⇒ auf die „Stop-Doing-Liste“ setzen
- Was organisierst du anders oder delegierst du ⇒ bspw. effiziente Meetingstrukturen, Kommunikationsregeln mit dem Team, Rollenklärungen definieren.
- Grenzen setzen: Wo sagst du zukünftig klar „NEIN“, damit Platz für das „JA“ ist?
- Loslassen: In welche Probleme steckst du viel Energie, aber mit wenig Erfolg? Vielleicht hilft dir dieses Video - ich liebe es!
- Pausen ernst nehmen: Bewusste Gedankenpausen in den Tag einbauen.
Diese Dinge klingen so logisch und banal? Ja, das tun sie! Und dennoch ist es nicht einfach.
Der Ausstieg gelingt nicht über Nacht, sondern über kleine, bewusste Schritte.
Schau gerne auch in diesen Blogartikel „Das lästige Gedankenkarussell stoppen:
9 einfache Tipps gegen dein Gedankenkreisen“. Vielleicht findest du dort ein paar hilfreiche Methoden für dich.
Gehe deine ersten Schritte und spüre, wie es ist, wieder zu steuern und mit klarem Kopf in den Feierabend zu gehen.
Brauchst du Unterstützung bei deinem nächsten Schritt?
Manchmal ist es leichter, das Hamsterrad von außen anzuhalten. Wenn es dir selbst im laufenden Betrieb schwerfällt, unterstütze ich dich gern. Im Coaching schaffen wir Klarheit, setzen Prioritäten und lösen hinderliche Muster.
Ich binChristiane...
Ich bin Christiane …
… mich begeistert es, Menschen dabei zu unterstützen, mehr Klarheit, Orientierung und innere Stärke zu gewinnen.
In diesem Blog teile ich Gedanken, Impulse und Perspektiven für Führungskräfte, Unternehmer:innen sowie Projekt- und Nachhaltigkeitsmanager:innen, die nachhaltige Transformation gestalten – in einer komplexen Welt und mit hoher Verantwortung.
Mir ist wichtig, dass Veränderung nicht auf Kosten deiner Kraft geht. Ich möchte, dass du handlungsfähig und deinen Werten treu bleibst – und dich selbst dabei nicht verlierst.
Ich begleite dich mit Empathie, Wertschätzung und einer klaren, ruhigen Haltung, damit nachhaltige Wirksamkeit aus innerer Klarheit entstehen kann.


